Morigerati und Sicilì
Morigerati hat sich seine mittelalterliche Struktur nahezu unverfälscht erhaltenen. Das Zentrum ist nur zu Fuß über Treppchen, Stiegen und Gänge zugänglich. Wege, Treppen, Häuser und vor allem die vielen, vielen Mäuerchen, sind alle aus dem heute noch zum Bau verwendeten Stein. In der Kirche des Heiligen Demetrius, in deren Sanktuarium eine Reliquie des Märtyrers aus Thessaloniki aufbewahrt wird, werden wir Zeuge der alten griechisch-orthodoxen Kultur, aus der Morigerati hervorging. Von Mönchen aus Byzanz, die vor dem Bildersturm auf der Flucht waren, wurde vermutlich um das Jahr 1000 n.Chr. die Niederlassung Morigerati gegründet. Die Gründungen durch orientalische Mönche sind typisch für den gesamten Unteren Cilento, die vielen griechischen Heiligen und auch viele Ortsnamen, zeugen davon. Die Kirche von Morigerati wurde erst im 18. Jahrhundert vollständig in die römisch-katholische Kirche integriert. Sehenswert ist auch der Palast der Barone De Stefano, der noch heute in der Hand der Familie (dem Zweig Florenzano) ist. Die Nachkommen der ehemaligen Lehnsherrschaft haben im Palast ein Restaurant eingerichtet, in dem man typisch cilentanische Küche und einen phantastischen Blick über die Bussentoschlucht in einmaliger Atmosphäre genießen kann. Ein Bummel durch das Zentrum hilft anschließend beim Verdauen.
Unterhalb von Morigerati zwischen auf den sanften Hügeln des unteren Bussento zwischen Feigenplantagen und Olivenhainen, liegt der Ortsteil Sicilì. Sicilì hat ein hübsches altes Zentrum, in dessen Mitte die Kirche mit dem Sanktuarium des Heiligen Blasius steht. Vor allem im Sommer ist die Piazza der ideale Ort um bei einen Glas Wein und einer Pizza das lebhafte Treiben der Sicilesi zu beobachten, die in die ganze Welt verstreut, sich im Sommer wieder in ihrer Heimat vereinen und hier ihrer Lebensfreude Ausdruck verleihen.
